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Volkstrauertag 2018

18.11.2018

Volkstrauertag 2018 - Ein Rückblick

Volkstrauertag 2019

100 Jahre Kriegsende des ersten Weltkrieges.

Unter einem besonderen Augenmerk wurde der Volkstrauertag am 18.11.2018 in Bickenbach am „Platz der Erinnerung“ begangen.

Unter Beteiligung der bürgerlichen Gemeinde, der evangelischen Kirchengemeinde, der Reservistenkameradschaft Bickenbach-Darmstadt, des Musikcorps Bickenbach und des Partnerschaftsvereines ist es gelungen in einem würdigem Rahmen der Toten von Krieg, Terror und Verfolgung zu gedenken.

Augenmerk in diesem Jahr lag auf dem Kriegsende des ersten Weltkrieges. Aus diesem Grund freute sich Bürgermeister Markus Hennemann besonders über den Besuch einer Delegation von französischen Veteranen aus der Schwesterstadt Saint Philbert de Grand Lieu. Begleitet wurde die Veranstaltung durch das Musikcorps Bickenbach. Die Übersetzung der Reden wurde dankenswerter Weise durch Carsten Hernig und Margret Reis übernommen

Bürgermeister Hennemann mahnte in seinem Redebeitrag, „… dieses Europa ist am zersplittern, ob in England, Österreich, Italien oder Polen. Überall werden Stimmen laut, Grenzen wieder zu errichten, zwischen befreundeten Nationen. Die gemeinsamen europäischen Werte standen immer gleichwertig neben den nationalen Identitäten. Nun ist die Gefahr groß, dass dieses Gleichgewicht deutlich zu Lasten der Gemeinsamkeit verschoben wird. Der nationale Protektionismus steht bei einigen Regierungen hoch im Kurs. Abschottung und Ausgrenzung werden die Folgen sein.“ Er stellte fest, dass die Tendenzen zum „ICH“ nicht nur in der großen Politik erkennbar sind, sondern auch im alltäglichen Miteinander. Er appellierte an Alle mehr in das „WIR“ zu investieren, denn „das WIR hilft uns Konflikte besser zu bearbeiten und zu lösen - und das auf allen Ebenen.“

Frau Pfarrerin Thiemann legte ihren Schwerpunkt auf die Betrachtung der jüdischen Soldaten, die patriotisch im Ersten Weltkrieg kämpften und dies als Chance begriffen ihre deutsch-nationale Gesinnung unter Beweis zu stellen. „… Als die Juden später zu Volksfeinden erklärt wurden, hat sich keiner daran erinnert. Im Gegenteil, die Nationalsozialisten taten alles, um die Erinnerung an sie auszulöschen“, das Ende aller Illusionen.

Für die Reservisten sprach Oberst a.D. Büschel und berichtet von der tiefen Verbundenheit mit den Opfern der Kriege, durch ihren alljährlich stattfindenden Einsatz im Rahmen der Kriegsgräberfürsorge auf den ehemaligen Schlachtfeldern in-Frankreich und Belgien. Auf die Frage der Entstehung der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ wies er darauf hin, dass „vor allem die Entscheidungsschwäche und die Unfähigkeit der damals politisch Verantwortlichen in Europa, also Zar, Kaiser und König“ leichtfertig und gleich schuldig zum ersten Weltkrieg geführt haben.

Stellvertretend für Bürgermeister Stéphan Beaugé der Schwesterstadt Saint Philbert der Grand Lieu verlas Gabriel Tenaud die Ansprache. Mit dem Hinweis auf die Maxime von Romain Gary (franz. Schriftsteller und Diplomat): „Der Patriotismus ist die Liebe der Seinen; der Nationalismus ist der Hass der Anderen“, wies Bürgermeister Stéphan Beaugé ebenso auf den aufkeimenden Nationalismus in der europäischen Familie hin, der den Frieden in Europa bedroht, „der Frieden ist nicht von Natur aus dauerhaft: man muss ihn behüten. Das beste Mittel dazu ist die brüderliche Vereinigung der Völker und der Staaten!“

Nach der Kranzniederlegung schloss die Zeremonie mit einem Friedensgebet der Konfirmanden, das Franz von Assisi zugeschrieben wurde, aber höchstwahrscheinlich um 1912 in der Normandie entstand.


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