Stabiler Haushalt 2026 eingebracht
02.02.2026
Auf der vergangenen Sitzung der Gemeindevertretung hat Bürgermeister Hennemann den Haushalt 2026 eingebracht
Haushalt 2026: Bickenbach bleibt stabil – trotz höherer Belastungen
Bickenbach, 29. Januar 2026
Trotz steigender Umlagen und des Wegfalls erheblicher Einnahmen bleibt die Gemeinde Bickenbach finanziell auf Kurs. Bürgermeister Markus Hennemann hat in der ersten Sitzung des Gemeindeparlaments im neuen Jahr den Haushaltsentwurf für 2026 eingebracht. Der Etat schließt mit einem Zahlungsmittelüberschuss von rund 625.000 Euro und einem positiven Jahresergebnis von 66.000 Euro ab.
„Dass wir unter diesen Rahmenbedingungen einen genehmigungsfähigen Haushalt vorlegen können, zeigt die finanzielle Leistungsfähigkeit unserer Gemeinde“, erklärte Hennemann in seiner Etatrede. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das konkret: Die Hebesätze bei der Grund- und Gewerbesteuer bleiben unverändert.
Herausfordernd wirkt sich insbesondere der Wegfall der Schlüsselzuweisungen aus dem kommunalen Finanzausgleich in Höhe von rund 600.000 Euro aus. Gleichzeitig steigen mehrere Umlagen, darunter die Kreis- und Schulumlage sowie die Heimat- und Gewerbesteuerumlage. Auch die Grundsteuerreform hinterlässt Spuren: Die Grundsteuer B bringt mit dem aktuellen Hebesatz von 1.015 Prozent rund 200.000 Euro weniger Einnahmen als vor der Reform.
Dass Bickenbach diese Belastungen auffangen kann, führt der Bürgermeister vor allem auf die positive wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde zurück. Eine aktive und serviceorientierte Wirtschaftsförderung sowie die enge Zusammenarbeit mit dem örtlichen Gewerbe zahlen sich aus. „Wir profitieren von guten Kontakten und kurzen Wegen, das muss nicht viel kosten“, so Hennemann. Dies spiegele sich in steigenden Gewerbesteuereinnahmen ebenso wider wie in höheren Anteilen an der Einkommens- und Umsatzsteuer.
Auch die Rücklagen der Gemeinde entwickeln sich nach dem Einbruch im Jahr 2023 wieder positiv. „Unser gemeindliches Sparbuch entwickelt sich seit 2019 insgesamt stabil und positiv“, betonte der Bürgermeister.
Der Haushaltsentwurf setzt zugleich klare inhaltliche Schwerpunkte. Investitionen fließen unter anderem in die Mitarbeiterbindung, etwa durch die Einführung eines Jobtickets. Zudem soll die Anerkennungskultur für die ehrenamtliche Feuerwehr weiter gestärkt werden. Für das Seniorenprogramm sind 8.500 Euro vorgesehen, darüber hinaus wird die Gemeinde auch 2026 wieder Projekte der humanitären Hilfe unterstützen.
Größere Investitionen sind für die Sanierung der Karl-Marx-Straße, den Fuhrpark des Bauhofs, das Anglerheim am Erlensee sowie eine dortige Pflanzenkläranlage geplant. Darüber hinaus enthält der Haushaltsentwurf Investitionen in den Umbau und die energetische Sanierung des Anwesens Waldstraße 36 zum künftigen Jugendzentrum, bzw. in die Sanierung des Gebäudes in der August-Bebel-Straße. Für diese Maßnahmen ist ein Sperrvermerk in Höhe von insgesamt 400.000 Euro vorgesehen.
Der Ergebnishaushalt weist bei Erträgen von rund 17,6 Millionen Euro und Aufwendungen von rund 18,0 Millionen Euro im ordentlichen Ergebnis zunächst ein Defizit von rund 321.000 Euro aus. Durch das außerordentliche Ergebnis ergibt sich letztlich ein positives Jahresergebnis von 66.000 Euro. Der Finanzhaushalt endet mit einem Zahlungsmittelüberschuss von 625.000 Euro.
Die Hebesätze bleiben stabil bei 610 Prozent für die Grundsteuer A, 1.015 Prozent für die Grundsteuer B und 410 Prozent für die Gewerbesteuer.
Der Haushaltsentwurf soll in der Sitzung des Gemeindeparlaments am 5. März 2026 – zugleich die letzte Sitzung vor der Kommunalwahl – beraten und beschlossen werden.


