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Ausbau der Bickenbacher Kläranlage kann beginnen

17.12.2020

Ausbau der Bickenbacher Kläranlage kann beginnen

Abwasserverband erhält Förderbescheid des Landes Hessen

„Was lange währt, wird endlich gut“ – von dieser alten Weisheit kann Jörg Stanzel dieser Tage ein vorweihnachtliches Liedchen singen. Rund anderthalb Jahre hat der Geschäftsführer des Abwasserverbands Bickenbach/Seeheim-Jugenheim nun auf den Bescheid gewartet, ob und in welcher Höhe das Land Hessen den Ausbau der Kläranlage in Bickenbach fördert. Jetzt war das erlösende Schreiben endlich in der Post: Von den veranschlagten förderfähigen Investitionskosten in Höhe von rund 7 Millionen Euro übernimmt das Land den Löwenanteil von 70 Prozent.

„Jetzt kann es endlich losgehen“, freuen sich die beiden Verbandsvorsteher Alexander Kreissl (Bürgermeister der Gemeinde Seeheim-Jugenheim) und Markus Hennemann (Bürgermeister der Gemeinde Bickenbach), „denn eigentlich sollte mit der Errichtung der sogenannten vierten Reinigungsstufe, mit der dem geklärten Abwasser Arzneimittelrückstände, Pestizide und andere organische Mikroverunreinigungen entzogen werden, schon längst begonnen werden.“ Bereits im Jahr 2017 hatte der Abwasserverband auch schon einen Förderbescheid des Landes erhalten – damals allerdings mit einer Förderquote von nur 55 Prozent. Jedoch stellte sich anschließend anhand andernorts gemachter Erfahrungswerte heraus, dass die seinerzeit vorgesehene Bauplanung nachgebessert werden musste, was die Baukosten um rund eine Million Euro erhöhte – und einen neuerlichen Förderantrag nötig machte.

Dieser beanspruchte nun die beachtlich lange Bearbeitungszeit in der Landeshauptstadt und nahm dem eigentlich als Pilotprojekt für ganz Hessen an den Start gegangenen Vorhaben etwas den Wind aus den Segeln. „Inzwischen hinkt unser langsamer ‚Pilot‘ etwas hinterher und andere Kommunen sind nachgezogen“, so Geschäftsführer Stanzel. Gleichwohl ist er erfreut über den Förderbescheid – vor allem auch darüber, dass die ursprünglich bewilligte Förderquote von 55 auf 70 Prozent erhöht wurde. Dies allerdings war keine Selbstverständlichkeit. Stanzel: „In einer nahegelegenen Kommune soll ebenfalls eine vierte Reinigungsstufe gebaut werden und die wird mit 70 Prozent vom Land bezuschusst – da sind wir in Wiesbaden auf die Barrikaden gegangen.“ Und das offenbar mit Erfolg.

Nachdem die Förderzusage nun vorliegt, kann der Ausbau der Bickenbacher Kläranlage beginnen. Zusätzlich zur vorhandenen biologischen Reinigung mit einem Wirkungsgrad von 99 Prozent ist die Errichtung von einer Adsorptionsanlage mit einer vorgeschalteten Ozonierung vorgesehen. Im ersten Schritt wird Ozon in das biologisch geklärte Abwasser gepumpt, das dafür sorgt, dass die im Wasser befindlichen Spurenstoffe oxidieren, damit sie von der Aktivkohlefilteranlage im zweiten Schritt besser adsorbiert werden können.

80 Prozent dieser Spurenstoffe, wie Medikamentenreste, Rückstände von Reinigungsmitteln oder Hormone, soll die neue Reinigungsstufe entfernen und so eine erhebliche Qualitätsverbesserung des geklärten Abwassers erreichen, die die Bickenbacher Anlage zu einer der saubersten Klärwerke Hessens machen soll. Die Bedeutung dieses Projekts, das von der Bundeswehruniversität München wissenschaftlich begleitet wird, bemisst sich nicht zuletzt an dem Umstand, dass bis zu 60 % des Trinkwassers für das Ballungsgebiet Rhein-Main werden im hessischen Ried gefördert werden. Bis 2023 soll die neue Reinigungsstufe ihren Betrieb aufnehmen.

Förderbescheid

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