Neue Zweifelderhalle kommt ...
25.06.2026

Vergabe abgeschlossen, Verträge geschlossen. .... weiter
Auftakt für Planung und Bau der Zweifeld-Sporthalle in Bickenbach
Darmstadt-Dieburg. Die 1981 erbaute Einfeld-Sporthalle an der Hans-Quick-Schule in Bickenbach wird bald einer neuen, modernen Zweifeld-Sporthalle weichen: Der Landkreis hat nun den Auftrag für Planung und Bau an die Goldbeck Südwest GmbH erteilt – und arbeitet zum ersten Mal mit einem Totalunternehmer zusammen, der alle dafür notwendigen Leistungen aus einer Hand erbringen wird. „Das spart uns nicht nur Geld, sondern auch Zeit“, sagt Vize-Landrat und Schuldezernent Lutz Köhler, der zusammen mit dem Bickenbacher Bürgermeister Markus Hennemann und der Schulleiterin Lenka Hertel das Projekt vor Ort vorstellte. Die Kosten für den Bau der Halle sind mit 4,64 Millionen Euro veranschlagt und entsprechen damit noch der Schätzung von 2021. Angesichts der Verteuerung der Baukosten in den zurückliegenden Jahren bedeutet das einen nach wir vor guten Preis. Die Systembauweise mit vorproduzierten Teilen spart viel Zeit. Was aber nicht bedeutet, dass die Halle aus dem Katalog stammt, sie wurde für die Hans-Quick-Schule individuell geplant. Dies verdeutlicht alleine die Tatsache, dass der Sandsteinbrunnen, der direkt an der Außenwand des Bürgerhauses steht, in die Neuplanungen eingebunden wird. Die Halle selbst wird eine Akustik-Decke und eine Akustik-Holzverkleidung erhalten, große Fenster garantieren die Sicht aus der Halle zum Eingangsbereich.
„Wir haben Kostensicherheit durch einen garantierten Festpreis“, führt Lutz Köhler aus, „und eine Kostenersparnis durch ein geringeres Nachtragsrisiko, da Lücken innerhalb der Planung nicht zu unseren Lasten gehen, sondern in der Verantwortung des Totalunternehmers liegen.“ Im Schnitt gab es bislang bei Projekten des Da-Di-Werks 15 bis 25 Prozent der Auftragssumme als Nachtrag pro Bauvorhaben. Bei 4,64 Millionen Euro könnte das mehr als eine Million Euro an Mehrkosten bedeuten, die nun ausgeschlossen sind. Auch die Bauzeit, die momentan von April 2027 bis Juni 2028 vorgesehen ist, fällt kürzer aus als bei einer getrennten Vergabe von Planung und Bau. Das bedeutet kürzere Ausfallzeiten für Schule und Vereine. „Wir sind sehr froh, dass wir die interkommunale Zusammenarbeit mit dem Landkreis auf sehr gute Beine gestellt haben und übernehmen die Hälfte der Kosten“, sagt Bürgermeister Markus Hennemann, „wir bekommen dafür eine hochmoderne Halle. Und die Vereine freuen sich, dass sie noch mehr Angebote machen können.“
Der Neubau wird eine Hallenfläche von rund 660 Quadratmetern und eine Gesamtfläche von etwa 1.050 Quadratmetern umfassen. Zudem sind Umkleiden, Sanitärbereiche sowie Geräte- und Technikräume vorgesehen. Ergänzt wird das Vorhaben durch eine neue, etwa 150 Quadratmeter große Bücherei, die das Bürgerhaus mit dem Neubau verbinden und später in das Eigentum der Gemeinde übergehen wird. Die Gesamtkosten für das Projekt werden auf rund 4,9 Millionen Euro geschätzt. Die Baukosten für den Neubau der Sporthalle betragen ca. 4,6 Millionen Euro. Die Gemeinde Bickenbach beteiligt sich mit 2,3 Millionen am Hallenneubau und übernimmt die Büchereikosten vollständig. Die neue Zweifeldhalle ist wird im Passivhaus-Standard gebaut, das Dach ist komplett mit einer Photovoltaikanlage belegt. Gut 60 Prozent der Handwerkerleistungen bleiben zudem in der Region, weil die Firma Goldbeck als Totalunternehmer nicht an das europäische Vergaberecht gebunden ist.
Geplant ist, dass die neue Sporthalle zum Schuljahresbeginn 2028/29 in Nutzung geht. „Für uns ist es super, dass wir nur über zwei Jahre sprechen, in denen wir keine Halle haben werden“, sagt Schulleiterin Lenka Hertel. Im Februar 2027 soll der Abriss der alten Halle beginnen.
Die bestehende Ein-Feld-Halle der Hans-Quick-Schule wurde in den vergangenen Jahren umfassend geprüft. Die Untersuchungen zeigten deutlich, dass eine Sanierung nicht mehr wirtschaftlich wäre. Deshalb kommt nun der Neubau.
„Da Bickenbach keine andere Halle für den Vereinssport zur Verfügung hat und der Bedarf aber inzwischen groß ist, haben wir uns in Absprache mit der Gemeinde für eine moderne und größere Halle entschieden, die wir nun dank des Totalunternehmers auch noch schnell realisieren können. Diese Premiere, die eine bewusste politische Entscheidung war, wird ein Beispiel für weitere Vorhaben sein, um Bauzeiten zu verkürzen und gleichzeitig Geld zu sparen – bei gleicher oder besserer Qualität“, sagt Lutz Köhler.

